polnischer Pflegedienst

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polnischer Pflegedienst

In aller Munde (wenn man in die Situation kommt) ist der Begriff "polnischer Pflegedienst", oder auch Pflegedienst aus Osteuropa. Was verbirgt sich dahinter und warum sind diese Pflegedienst so günstig? Oft lohnt es sich sogar eine Haushaltshilfe aus Polen für einen Bruchteil dessen, was eine Haushaltshilfe in Deutschland kostet, zu beschäftigen.

Legal oder Illegal

Wer eine polnische Pflegekraft schwarz beschäftigt, macht sich strafbar und muss mit rechnen, dass Steuern und Sozialabgaben nachbezahlt werden müssen. Wer da eine Pflegekraft aus Polen über 5 Jahre oder länger schwarz beschäftigt, kann sich selber ausrechnen, was an Kosten auf einen zukommen können.

Beispiel (nicht verbindlich) Stand 2012: wer eine polnische Pflegekraft für 1500.- € (das würde etwa 2300.- € Brutto bei Steuerklasse 1 entsprechen) schwarz beschäftigt, muss pro Monat 300.- € Steuer und 920.- € Sozialabgaben (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) nach zahlen. Da kommen bei 5 Jahren eine Summe von über 70.000.- € an Nachzahlungen auf Sie zu. Also Finger weg von solchen unseriösen Praktiken.

Ein legaler polnischer Pflegedienst ist zugelassen und wird auch von der Pflegeversicherung anerkannt, sobald die Pflegestufe 1 vorliegt. Auch werden die polnischen Pflegekräfte in Polen versichert und das Einkommen wird legal versteuert. Auch können die Pflegekräfte eine Ausbildung nachweisen, was bei den "Schwarzarbeiterinnen" selten der Fall ist. Falls die betreute Person nicht mit der polnischen Pflegekraft zurecht kommen sollte (passiert bestimmt hin und wieder auch) oder unsympathisch ist, kann man beim Pflegedienst anrufen und die Pflegekraft würde ausgetauscht. Auch liegen die Kosten weit aus günstiger als beim illegalen Pflegedienst.

polnischer Pflegedienst

Beispiel (nicht verbindlich) Stand 2012: Von den Kosten des polnischen Pflegedienstes können Sie bei Pflegestufe 1 = 450.- €, bei Pflegestufe 2 = 1100.- € und bei der Pflegestufe 3 = 1550.- € gegen rechnen, was von der Pflegeversicherung erstattet wird. Es findet dann aber keine Pflegegeldzahlung mehr statt. Wer also eine pflegebedürftige Person der Pflegestufe 3 zu Hause hat, hätte bei monatlichen Kosten von 1700.- € (nach Sprachkenntnissen und Ausbildung können die Kosten abweichen), abzüglich der Pflegesachleistungen von 1550.- €, gerade mal eine Zuzahlung von 150.- € pro Monat. Und das ganz legal. Da muss man sich nicht auf unseriöse Praktiken einlassen und eine Polin oder Osteuropäerin schwarz beschäftigen.

Was sollte man beachten

Wichtig ist, dass ein separates Zimmer, oder wenigstens eine Schlafmöglichkeit für die Pflegekraft vorhanden ist. Auch eine Pflegekraft aus Polen muss mal schlafen oder abschalten können. Man muss immerhin bedenken, dass der Einsatz der Pflegekraft teilweise 3 Monate und das jeden Tag 24 Stunden (nicht immer Arbeit, aber Bereitschaft) beträgt. Auch sollte man eine Möglichkeit bieten, dass die Pflegekraft auch nach Hause telefonieren kann. Oft sind die polnischen Frauen verheiratet und haben Kinder.

Bei der Auswahl der Pflegekraft kann man über Qualifikation und Sprachkenntnisse wählen. Um so höher die Ausbildung und die Sprachkenntnisse, um so höher auch die Kosten. Man sollte, wenn man selber die polnische Sprache nicht beherrscht,  mittlere Sprachkenntnisse bevorzugen. Denn nichts ist schlimmer, wenn man durch Missverständnisse bei der Pflege durch sprachliche Probleme, etwas falsch macht.

Bei einen übergewichtigen Pflegebedürftigen mit der Pflegestufe 3 sollte man schon darauf achten, dass die polnische Frau auch körperlich in der Lage ist, die Pflegebedürftige zu betreuen.


polnische Pflegekräfte
Was machen die polnischen Pflegekräfte alles

Die polnische Pflegekraft kümmert sich um die pflegebedürftige Person, hält den Haushalt sauber, wäscht die Wäsche und erledigt die Einkäufe. Gartenarbeit wird oft auch mit erledigt, wenn es sich im Rahmen hält und kein großes Grundstück vorhanden ist. Man muss ja bedenken, wenn sich die Polin außerhalb der Wohnung befindet, kann sie sich nicht um die pflegebedürftige Person kümmern. Auch sollte man sich klar machen und bedenken, dass man kein Sklaven für 3 Monate im Haus hat.


Empfehlung

Hier können wir Ihnen 2 polnische Pflegedienste empfehlen, die legal und seriös arbeiten:

Diadema Pflege
Sunacare Pflegevermittlung

Unsere Erfahrung

Leider hatten wir auch im Haushalt einen Pflegefall. Über 7 Jahre betreuten wir unsere Mutter. Am Anfang war es nur wichtig, dass immer jemand da war, aber es wurde dann immer mehr. Nach jedem gesundheitlichen Absturz wurde der Aufwand größer. Aber das war nicht das schlimmste. Schlimm empfanden wir, dass wir etwas falsch machen könnten und unsere Mutter eher schaden als helfen. Als es dann so weit war, dass unsere Mutter das Essen verweigerte (nicht weil es nicht schmeckte, sondern das die Demenz schon sehr fortgeschritten war) und meine Frau sehr beschimpfte, entschieden wir uns für einen regionalen Pflegedienst. Gerade als wir so unsicher waren, wie wir mit unserer Mutter umgehen sollten, war der regionale Pflegedienst eine große Hilfe für uns. Im Nachhinein war der regionale Pflegedienst etwa 1 Stunde am Tag da und kostete gut 1200.- € pro Monat. Nicht das es uns ums Geld ging, sondern das Verhältnis Preis/Leistung passte nicht. Auch kam der regionale Pflegedienst immer früher und meine Frau machte schon um 9 Uhr morgens das Mittagessen für unsere Mutter. Kaum war der regionale Pflegedienst weg, durften wir unsere Mutter wickeln usw. Die wirkliche Hilfe war dann auch nicht mehr da. Wenn sich meine Frau und ich nicht immer abgewechselt hätten, wären wir wohl psychisch zerbrochen. Betreuung rund um die Uhr hieß bei uns, dass meine Frau bis um 3 Uhr nachts auf blieb und ich dann ab 3 Uhr aufgestanden bin. Immer ein Babyphone dabei, falls etwas sein sollte. Oft war es, dass unsere Mutter die Nacht zum Tage machte. Aber dadurch, dass wir uns abwechselten, haben wir wenigstens unseren Schlaf gehabt. Nur konnte meine Frau unsere Mutti nicht wickeln, dass war körperlich zu anstrengend (wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten).


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Nach langen hin und her entschieden wir uns dann für den polnischen Pflegedienst. Uns war bei dem Gedanken, unsere Mutti einer fremden Person zu überlassen, nicht wohl. Aber wir sagten uns, wenn es nicht klappen sollte, pflegen wir halt alleine weiter. Wir wohnen ja oben und können ja immer unten in der Wohnung, wo unsere Mutter wohnte, nachschauen. Also hatten wir uns an den polnischen Pflegedienst gewandt.  Es war kurz vor Weihnachten und wir dachten, das wird erst im nächsten Jahr was werden. Aber da wurden wir positiv überrascht. Zwischen Weihnachten und Neujahr holte ich beim Bahnhof "Alexsandra" ab. Meine Frau erklärte Alexsandra alles und wir gingen nach oben. Das war vielleicht ein komisches Gefühl für uns beiden. Nach ein paar Stunden (oder auch eher) fragten wir nach, ob alles klappt und OK ist. Alexsandra hatte alles im Griff. Machte das Essen, fütterte und wickelte unsere Mutti. Am nächsten Tag fing Alexsandra an die Wohnung sauber zu machen, also im großen und ganzen kümmerte sie sich um alles. Meine Frau kochte nur hin und wieder (aber nur weil meine Frau es wollte) mal. Alles andere wurde von Alexsandra übernommen. Das war wirkliche Entlastung und wir merkten jetzt erst, wie fertig uns die Situation der ganzen letzten Jahre gemacht hatte. Überrings, Alexsandra sprach ganz gut deutsch und man konnte sich gut verständigen. Wir sind noch heute mit Alexsandra telefonisch in Kontakt und sind ihr sehr dankbar, dass sie uns so geholfen hatte.

Wir können nur jeden zu einem polnischen Pflegedienst raten, wenn man in die Situation kommt und eine Pflegekraft benötigt wird. Uninteressant ist es auch nicht, wer nur eine Haushaltshilfe braucht. Auch da gibt es aus Polen günstige Kräfte.

regionaler Pflegedienst

Man sollte aber nicht die regionalen Pflegedienste als Negativ darstellen. Die Frauen, die beim Pflegedienst arbeiten verdienen meine Hochachtung. Die Arbeit, die diese Frauen leisten, ist schon enorm. Leider geht die meiste Zeit in Berichte schreiben weg. Eigentlich schade.



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